Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Schleuse Kriegenbrunn - WNA Aschaffenburg

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Inhalt: Einrichtung zusätzlicher Grundwassermessstellen im Frühjahr 2017

In Vorbereitung auf den geplanten Neubau werden 28 neue Grundwassermessstellen im Bereich der Schleuse Kriegenbrunn eingerichtet. Sie dienen zur vollständigen Überwachung der Grundwasserhöhe und -qualität während der Bauarbeiten.

Hintergrund: Beim Neubau der Schleuse muss eine sehr große und tiefe Baugrube ausgehoben werden. Zwar ist die Menge des Grundwassers, das in die Baugrube fließt, eher gering, denn die Baugrubenwände werden sehr dicht ausgeführt. Dennoch sorgt selbst die geringe Menge dafür, dass außerhalb der Baugrube während der Bauzeit der Grundwasserspiegel sinkt. Direkt neben der Baugrube um bis zu 12 Meter, mit zunehmenden Abstand allerdings erheblich weniger.

Bohrarbeiten für Grundwassermessstellen

Wo gebaut wird, gibt es Dreck. Ein zusätzliches Problem stellen daher mögliche Schadstoffe aus den Baumaßnahmen dar. Sie können ins Grundwasser dringen und die Qualität beeinträchtigen.

Um später jede Veränderung im Grundwasser beim Bau der neuen Schleuse engmaschig feststellen und verorten zu können, wird zurzeit das Grundwassermessstellennetz verdichtet. Dazu werden die zusätzlichen 28 Grundwassermessstellen errichtet.

Die mögliche Veränderung der Grundwasserhöhe wurde bereits im Planungsvorfeld von Experten berechnet. Die weiteren Messungen dienen nun dazu, die tatsächlichen Veränderungen zu beobachten und mit den berechneten Werten zu vergleichen. Zusätzlich werden während der Bauzeit an den Messstellen Proben entnommen, die Auskunft über mögliche Schadstoffe geben. Über das verstärkte Grundwassermesssystem können alle Abweichungen in Bezug auf Grundwasserhöhe und -qualität frühzeitig erkannt werden und bei Bedarf schnelle Gegenmaßnahmen getroffen werden. Wenn die neue Schleuse errichtet und die Baugrube wieder mit Boden gefüllt ist, normalisiert sich der Grundwasserstand auf die alte Höhe.

Die Bohrmaßnahmen für die Grundwassermessstellen haben im Januar begonnen und werden voraussichtlich bis Mitte Mai 2017 dauern.