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Schleuse Kriegenbrunn - WNA Aschaffenburg

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Inhalt: Neues Paradies für Zauneidechsen

Acht bis 24 cm groß, etwas plump und gedrungen, braun oder auch grün gemustert, je nach Geschlecht - die Zauneidechse zählt zu den fünf Eidechsenarten in Deutschland und gehört zu den geschützten Arten. Ihr Name birgt eine Historie: Zwar braucht sie keine Zäune, aber eine Biotopstruktur, die früher oft mit Zäunen verbunden war. Sie liebt trockene Böschungen, niedrige Vegetation, sonnige und sandige Stellen und Steine zum Verstecken. All das findet sie an den steinigen Ufern des Main-Donau-Kanals mit dem dort vorherrschendenden Krautsaum aus Gräsern und Stauden.

Zauneidechse Steinhügel für Zauneidechse

Durch den Neubau der Schleusen sind Teile ihres bisherigen Lebensraums während der Bauzeit nicht nutzbar. Ein Ersatz wird benötigt, und das WNA hat entsprechende Vorsorge getroffen. In der Nähe der Schleuse Kriegenbrunn wird ein neuer Lebensraum bei Hüttendorf eingerichtet. Auf bislang landwirtschaftlich genutzten Flächen werden Steinhügel als Sonnenplätze und Wurzelstöcke als Versteckmöglichkeiten angelegt. Randgehölze werden erhalten, Ackerflächen mit Kräutern und Gräsern eingesät und mit kleineren Gehölzgruppen bepflanzt.

Damit die Fläche zu Baubeginn als Ersatzlebensraum für die Zauneidechse dienen kann, braucht sie Zeit zur Entwicklung und wird deshalb bereits im Frühjahr 2018 angelegt. Aktuell befindet sich diese vorgezogene Maßnahme in der Vergabephase.